Individuelle Gesundheitsleistungen (iGeL)

 

Als Individuelle Gesundheitsleistungen (auch iGeL) werden  medizinische Maßnahmen bezeichnet, die gesetzlich versicherte Patienten in der Regel nicht von ihrer Kasse erstattet bekommen, aber gerade in der Urologie einen großen Stellenwert haben.

 

Darunter werden Leistungen zusammengefasst, die nicht im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) aufgeführt, oder als Regelversorgung vorgesehen sind und damit auch nicht mit der gesetzlichen Krankenversicherung abgerechnet werden dürfen. Es handelt sich also um zusätzliche Gesundheitsleistungen, die nur auf Wunsch erbracht und nur direkt mit dem Patienten abgerechnet werden können.

 

 

 

Wir erachten es als unsere Pflicht, Sie über diese individuellen Gesundheitsleistungen zu informieren. Unsere Praxis konzentriert sich dabei ausschließlich auf nach unserer Einschätzung medizinisch sinnvolle Angebote.

Die Kosten/ Abrechnung dieser Leistungen erfolgt dabei grundsätzlich immer gemäß der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

 

Die gesetzlichen Kassen erstatten als Krebs-Früherkennung von urologischen Tumoren für Männer ab 45 Jahren lediglich folgende Maßnahmen:

  1. Abtastung der Genitalien
  2. Abtastung der Lymphknoten in der Leiste
  3. Abtastung der Prostata vom Enddarm
  4. Anamnese/ Beratung

Maßnahmen, die urologische Berufsverbände und Fachgesellschaften für medizinisch sinnvoll und/oder notwendig erachten, fallen hier zum Teil vollständig heraus.

So wird die Vorsorgeuntersuchungen bei jüngeren Männern (ab 40. Lebensjahr), die aber eine hohe Prostata-Krebs Vorbelastung in der Familie haben, i.d.R. nicht erstattet, obwohl dies z.B. die Europäischen Leitlinien  empfehlen.

 

Auch die hochauflösende Ultraschalluntersuchung der Prostata (TRUS), der Nieren und der Blase oder die Bestimmung des Prostata-spezifischen Antigens (PSA) werden als Vorsorgeuntersuchung nicht übernommen.

 

Dabei ist der Nutzen z.B. des PSA-Wertes zunehmend belegt: Eine aktuelle Auswertung der beiden größten PSA-Studien in den USA und Europa mit zusammen über 230.000 Patienten zeigt, dass durch die Vorsorge mit regelmäßiger PSA-Wert Bestimmung das Risiko an einem Prostatakrebs zu sterben um 25-32% gesenkt wird im Vergleich zu Patienten ohne PSA-Screening (Tsodikov et al. 2017 Ann Int Med).

 

Auch jenseits der reinen Krebsvorsorge gibt es Selbstzahler-Leistungen, die für Patienten in bestimmten Situationen von hohem, individuellen Stellenwert sein können.

Dazu gehören:

  • Hormonbestimmungen z.B. bei "aging males‘ symptoms", in etwa entsprechend Wechseljahre des Mannes
  • Kosmetische Operationen
  • Vasektomie (=Samenleiterdurchtrennung) zur Empfängnisverhütung
  • Fertilitäts- (Fruchtbarkeits-) Abklärung (Spermauntersuchungen)
  • Spezielle Ultraschall- und Urinuntersuchungen

Gesund bleiben, für den eigenen Körper zusätzlich selbst Verantwortung übernehmen!

Sprechen Sie uns an. Die Abrechnung der Leistungen erfolgt dabei grundsätzlich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Gerne informieren wir Sie über die anfallenden Kosten, die bei der jeweiligen Behandlung entstehen.